Montag, 12. Oktober 2015

Worum geht es in dem Buch?- Wer sind die Protagonisten und was ist das für eine Welt, in der das Buch spielt?

Heute erfahrt ihr worum es in der Geschichte von Sveta geht. Wer sie ist und wer die Protagonisten sind. Desweiteren erfahrt ihr einiges über die Welt in der das Buch spielt. Eine Welt die unserer nicht wirklich gleicht. 


»Sveta und der Junge aus dem Wald« führt die Leser einige Jahre in die 
Zukunft und in ein Deutschland, in dem nichts mehr so ist, wie wir es 
heute kennen. Nach einigen erschütternden Ereignissen scheint es wie in 
der Zeit zurückgeworfen zu sein und wirkt im Vergleich zu heute 
regelrecht rückständig.



Die sechzehnjährige Sveta lebt mit ihren Eltern in Berlin. Nachdem ihr
boshafter Vater bei seinen Dienstherren in Ungnade fällt, wird er zum
Vorsteher eines kleinen Örtchens in der abgelegenen Provinz degradiert
und muss die Stadt verlassen. Noch am gleichen Abend kommt es zum
Zerwürfnis zwischen Svetas Eltern, woraufhin ihr Vater sofort aufbricht
und Sveta gegen ihren Willen mitnimmt. Ohne zu wissen, wohin ihre
Tochter verschleppt wird, bleibt die Mutter zurück. In ihrer neuen
Heimat »Dunkeltann« wird Svetas Leben von Tag zu Tag trister, bis es
eines Morgens zu einer Begegnung kommt, die ihr Leben verändern wird ...


Das Buch führte bei Amazon - Stand heute - zwei Wochen lang die
Kindle-Charts der Kategorien »Jugendbuch > Fantasy« und »Jugendbuch >
Science Fiction« an, ohne eigentlich zu hundert Prozent in eine der
beiden Rubriken zu passen, da weder Magie oder andere übernatürliche
Fähigkeiten, skurrile Fantasyrassen noch Außerirdische oder
futuristische Technologien vorkommen. Zugeordnet wurde es ursprünglich
der Kategorie »Jugendbuch > Dystopie«, die jedoch nur in der
amerikanischen Amazon-Version zu existieren scheint und in der deutschen
Version auf die beiden erwähnten Rubriken »umgerechnet« wird.



Die Protagonisten und ihre Welt!
Das heutige Mitteldeutschland wird viele Jahre, bevor sich die
Geschichte von »Sveta und der Junge aus dem Wald« zuträgt, im
Handstreich von einem dann wieder existierenden russischen Zarenreich
überrannt und fortan links liegengelassen. Nun verfällt die Region
zusehends, Technologie verschwindet nach und nach, gesellschaftliches
Leben findet kaum noch statt. Die Kontrolle über das Land wird von
einigen wenigen Clans ausgeübt, die alle Warenströme steuern und die
Polizeigewalt ausüben.

In dem Buch wurde ganz bewusst darauf gesetzt, eine kleine Zahl von
Protagonisten in einem kleinen geografischen Radius agieren zu lassen.
Zudem wurden für die Figuren gezielt Namen gewählt, die möglichst leicht
verständlich waren, da der komplizierte Klang der Namen ein gelegentlich
erwähnter Kritikpunkte am »Haus Komarow« war.

Im Zentrum der Geschichte steht die titelgebende sechzehnjährige Sveta,
die aus einer Familie stammt, deren männliche Mitglieder für die Clans,
die das Land regieren, Söldnerdienste leisten. Damit gehört Svetas
Familie zu einer kleinen Mittelschicht, während fast die gesamte übrige
Bevölkerung in Armut lebt. Viele Jahre zuvor wurde von den
Herrschaftlichen deshalb eine Entscheidung getroffen: Um Kinder zeugen
zu dürfen, müssen die Familien eine hohe Abgabe entrichten. Auf diese
Weise soll dafür gesorgt werden, dass die ärmsten Schichten, die aus
Sicht der Clans nicht mehr gebraucht werden, nach und nach aussterben -
sie können sich Kinder schlicht und ergreifend nicht mehr leisten.

Auch damit Sveta geboren werden durfte, musste einst eine Abgabe
entrichtet werden. Aus Sicht von Svetas Vater Sergej gab es dabei einen
großen Geburtsfehler: Sveta wurde als ein Mädchen geboren und konnte
damit nicht in seine Fußstapfen und somit in den Söldnerdienst treten.
Nichts anderes war für ihn der Beweggrund gewesen, die Abgabe überhaupt
zu zahlen. Seit jeher wurde Svetas Bruder Jan deshalb als Lieblingskind
behandelt, während Sveta selbst für ihren Vater immer Luft war. Als es
zum Zerwürfnis zwischen Sergej und seinen Vorgesetzten kommt und er
Berlin verlassen muss, um seinen Dienst in der abgeschiedenen Provinz
anzutreten, nimmt er Sveta dennoch mit. Nicht etwa aus familiären
Gefühlen, sondern weil sie vor Ort all das abarbeiten soll, was sie ihn
einst gekostet hat.

In »Dunkeltann« muss Sveta ohne die schützende Hand ihrer Mutter
auskommen, mit der sich Sergej zerstritten hat und die in Berlin
zurückbleibt, ohne zu wissen, wohin ihre Tochter verschleppt wird. Sveta
lebt fortan mit vier Männern unter einer Decke: ihrem Vater, ihrem
Bruder, der dessen Boshaftigkeit nur wenig nachsteht, einem
profilierungssüchtigen und aggressiven jungen Söldner sowie einem etwas
gemütlicheren älteren Söldner. Während die vier Männer den kleinen Ort
terrorisieren, muss Sveta die unbezahlte Putzkraft spielen und unzählige
Aufgaben erledigen. Sie hat keine Freizeit, keine Bezugsperson, ist
allein und isoliert.

Und dann ... dann ist da der Junge aus dem Wald. Wer er ist und was es
mit ihm auf sich hat, das soll an dieser Stelle nicht verraten werden -
doch eines sei schon gesagt: Durch sein Auftauchen wird sich in
»Dunkeltann« einiges verändern.